Aprilscherz…doch nicht. Aka ARMA bekommt sein eigenes Kart-Rennenspiel

ARMA ist bekannt – als Militärsimulation, die nicht nur realistisch sondern auch sehr spannend ist. Die Spielereihe lässt sich auf Windows, Mac und Linux spielen und wurde von Bohemia Interactive herausgegeben. Bei ARMA 3 wird der Spieler mit einer Situation in der nahen Zukunft konfrontiert. Dabei leidet die Türkei stark an Naturkatastrophen, der Iran nützt die Chance um sein Territorium bis nach Griechenland zu erweitern. Jetzt greift die NATO ein und versucht, die Invasoren wieder an ihre alten Grenzen zurückzudrängen. Gespielt werden kann auf zwei griechischen Inseln.

Das Spiel glänzt durch ein hohes Maß an Realismus und Liebe zu den Details. Beispielsweise kann man als Kampfschwimmer auch abtauchen und findet unter Wasser eine realistische Unterwasserwelt wieder. Das ab 16 freigegebene Spiel wurde als Alpha- und Beta-Version herausgegeben, bei der Beta-Version in drei Teilen – Survive, Adapt and Win. Was leicht zu erkennen ist, ist der kämpferische Teil des Spiel – es geht viel um militärische Überlegenheit, Nahkampf, Waffen und Häuserkampf. Bei einem realistischen Kriegsspiel wie diesem ist die Frage – wie passt hier ein Kartspiel rein?

Kein Aprilscherz

Schließlich haben Kriegsspiele normalerweise nicht einmal annäherungsweise etwas mit Karts und Rennspielen zu tun – normalerweise. ARMA 3 brachte jedoch einige Downloaderweiterungen heraus. Darunter „Helicopter“, ein Mehrspieler-DLC, „Marksmen“, „Apex“ und „Karts“ – welches ursprünglich als Aprilscherz angesehen wurde. Dass ein Kartspiel doch kommt, hat niemand für ernst genommen. Es kam aber doch so.

Günstig zu haben

Der Zusatz ist für gerade einmal 1.99 USD zu haben. Das Kartfahren in ARMA-Stil soll sich dabei ebenfalls sehr realistisch spielen lassen. Auch der Militärbezug wurde in den Kartspielen stark untergebracht. Dabei lässt sich mit verschiedenen Charakteren aus dem Spiel fahren. Der Motor ist für ein Kartspiel außergewöhnlich stark. Es gibt nicht nur Rennen gegen andere Autos, sondern auch Wettbewerbe bei denen gegen die Zeit gespielt werden muss. Für gerade einmal zwei US-Dollar ein relativ gutes Preis-Leistungsverhältnis. Bohemia beschreibt den Spielzusatz als „lustigen, kleinen Schritt abseits“.

Vorstoß in Richtung Download-Zusätze

Die Kart-Rennstrecke lässt sich auch selbst verändern. So können verschiedene Objekte und Komponenten eingebaut werden, um eine eigene Rennstrecke zu kreieren. DLC, also „downloadable content“, kann dadurch von Bohemia Interactive ausreichend ausprobiert werden. Man ist mit „Carts“ und den vier anderen Download-Zusätzen interessiert, neue Erkenntnisse über die Resonanz der Spieler zu erhalten. Sind sie motiviert, zusätzlich eine kleine Summe zu bezahlen um mehr vom Spiel zu haben? Empfinden sie es als unnötig?

Doppelfunktion

Während als neue Inhalte wie Kartfahren in das sonst militärische Spiel eingebaut werden, hat die Downloadfunktion aber auch einen anderen Nutzen. Mögliche Fehler im Spiel – beispielsweise in der Grafik, Landschaft oder generelle Programmierfehler – können hierdurch ausgeglichen werden. Die neuen Updates neutralisieren dann diese Fehler, die bei der ursprünglichen Veröffentlichung des Produkts noch enthalten waren.

Mit Sicherheit ist der Spielzusatz eine Neuigkeit in der Welt der Kriegsspiele. Welches Spiel dieser Art hat schon einen Kart-Zusatz dabei? Für die Spieleszene hat die Veröffentlichung jedenfalls eine Überraschung bedeutet, weil allgemein angenommen wurde, dass der Zusatz „Carts“ eigentlich nur ein Aprilscherz wäre.

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